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Virtualisierung mit KVM unter Debian Lenny
Der Mensch ist neugierig, also mache ich mich heute an das Experiment Virtualisierung mit KVM. Dies geschieht auf einem aktuellen Debian Lenny 32bit und einem Intel E8200 Core 2 Duo.
Nun sind folgende Pakete notwendig:
kvm kqemu-common kqemu-source linux-source-2.6.26 build-essentials bzip2 libsdl1.2-dev qemu
Dann entpackt man /usr/src/linux-source-2.6.26.tar.bz2 in /usr/src und erstellt den bekannten Symlink:
ln -s /usr/src/linux-2.6.26 /usr/src/linux
Danach in /usr/src/linux wechseln, die alte Kernel-Konfiguration aus /boot/config-2.6.26-i686 nach /usr/src/linux/.config kopieren und mit make oldconfig && make bzImage den Kernel kompilieren (dies scheint notwendig zu sein, um später den kqemu-Beschleuniger bauen zu können).
Nun kann man die Datei kqemu.tar.bz2 in /usr/src entpacken und dann in das Verzeichnis /usr/src/modules/kqemu wechseln. Dort führen wir ./configure –kernel-path=/usr/src/linux gefolgt von make und make install aus.
Jetzt sollte ein modprobe kqemu und modprobe kqemu-intel bzw. modprobe kqemu-amd problemlos möglich sein. Für ein automatisches Laden der Module empfiehlt sich der Eintrag der Module in /etc/modules.
Mit qemu-img create disk.img 10G erstellt man jetzt eine virtuelle Festplatte und startet die virtuelle Maschine mit qemu-system-i386 -m 512 disk.img -cdrom /dev/cdrom -localtime. Als Parameter “-cdrom” kann man auch eine ISO-Datei angeben.
Nachtrag #1 zum Netzwerk:
Da KVM ja direkt auf die Virtualisierungsmöglichkeiten der CPU (Vanderpool bzw. Pacifica) aufsetzt, gibt es offensichtlich auch keine virtualisierte Hardware. Somit wird die Netzwerkkarte nur durchgereicht und funktionierte bei mir ohne weitere Eingriffe.
Nachtrag #2 zum Netzwerk:
Offensichtlich startet QEmu einen DHCP-Server und bedient das “Gast”-Netzwerk mit einer IP aus dem Adressbereich 10.0.2.0. Weiterführende HOWTOs gibt es auf folgender Seite: http://www.linux-kvm.org/page/HOWTO
Nachtrag zu QEmu:
Benötigt man bei der Installation eines Betriebssystems einen Medienwechsel, kann man mit CTRL+ALT+2 in die QEmu-Konsole wechseln und dort mit change ide1-cd0 $Pfad zur ISO-Datei$ den Tausch veranlassen.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von shiruba am März 13, 2009 um 1:54 pm veröffentlicht und unter Entdeckungen, Linux, Tips abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |




