Vor 8 Jahren veröffentlichte Apple sein neues Betriebssystem Mac OS 10.0 mit dem Codenamen Cheetah. Im April 2002 gründete die ISC und Apple das Projekt OpenDarwin, um es Entwicklern zu ermöglichen, am aktuellen Mac OS X-Kern mitarbeiten zu können. Was sich als gute Chance für OpenSource offenbarte, war letztendlich nur ein Fork mit keinerlei Chance auf Mitsprache bei Apple. Im Juli 2006 wurde OpenDarwin dann eingestellt, der offizielle Grund lautet, dass “man die selbstgesteckten Ziele in vier Jahren nicht erreichen konnte”.

Was dahinter steckt ist leider, dass Apple kein Interesse an der OpenSource-Entwicklung des Mac OS X-Kerns hatte (und auch immer noch nicht hat, siehe hier). So gibt es anscheinend seit Erscheinen des Mac OS X-Betriebssystems für x86-Hardware keine Veröffentlich des Quellcodes für den Darwin-Kernel (für PPC schon), vermutlich um die Funktion des TPM-Chips nicht offenlegen zu müssen, der dafür sorgt dass man Mac OS X nicht ohne Hacks auf einem normalen x86-Computer installieren kann.

Böse Zungen behaupten auch, dass man erwartet hatte, dass die OpenSource-Entwickler quasi ehrenamtlich Verbesserungen einfließen lassen, was diese sich aber nicht bieten ließen.

Anscheinend ist die Symbiose einer wirtschaftlich denkenden und handelnden Firma mit doch eher freidenkenden OpenSource-Projekten nicht ganz einfach, offenbar hat man sich aber auch keine große Mühe gegeben, auftretende Probleme zu schlichten und “eine gemeinsame Lösung” zu finden.

Schade Apple!