Family killed by Ninjas – Need money for Karate lessons
Prunk und Protz und Luxusgut
Wer viel Geld hat, gibt gern viel Geld aus, das war schon immer so. Schließlich muss man ja seinen Erfolg zeigen und darf ihn nicht verstecken. Nicht jeder Millionär lebt so bescheiden und zurückgezogen wie z.B. die Gebrüder Albrecht (in diesem Fall reden wir sogar von Milliardären) in seinem angestammten Heimatland. Meistens muss es ein dickes Anwesen in einem schönen, sonnigen Land sein. Und zum Shoppen fährt man in dem dicksten Auto, dass man in seiner Tiefgarage parken kann.
Nun frage ich mich mal ernsthaft: Wenn Autos, Häuser, Schmuck usw. zu Luxusgut zählen und schön zur Show gestellt werden, warum zählt es als Reicher nicht zum guten Ton, in einem Land mit hoher Steuerlast zu residieren? Das ist doch auch eine Art von Luxus, 48% seines Einkommens für den Aufenthalt in einem Land zu löhnen, oder? Und Steuern sind ja sogar was Gutes, schließlich werden davon Schulen, Krankenhäuser, Straßen und sonstige Dinge gebaut und finanziert, alles Dinge für das Allgemeinwohl, auch wenn man als Besserverdienender natürlich gerne für sich selbst sorgt, die staatlichen Leistungen sind ja nicht von dem Prunk, den man sonst vielleicht erwartet.
Also: Millionäre zur Kasse, leistet Entwicklungshilfe für Deutschland!
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von shiruba am Juni 7, 2009 um 12:41 pm veröffentlicht und unter Nachrichten abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |





vor 1 Jahr
Vllt. liegt es nicht direkt an reichen Leuten. Ich würde auch lieber in ein anderes Land ziehen wo ich weniger Steuern zahlen muss. Allerdings habe ich nicht so leichte Möglichkeiten dazu wie Millionäre…
vor 1 Jahr
Vergisst man dabei nicht dass Steuern auch für was gut sind? Wir leben nun mal in einem Sozialstaat, von dem ALLE profitieren und dazu muss man halt Steuern zahlen. Es ist natürlich die Frage ob die Steuerlast so hoch sein muss und ob man nicht mit dem Geld der Leute wirtschaftlicher arbeiten könnte, aber das ist wieder eine andere Diskussion. Vielleicht kam das nicht richtig rüber…
vor 1 Jahr
Ui, das Thema ist sicherlich recht interessant, aber lässt sich schwer differenzieren. Für Familien, die bsp. bewusst vom Crash 1922 profitierten, 1 Mio DM angelegt haben, aus denen heute fast 2 Mrd DM bzw. 1 Mrd Euro wurden, kann man wegen mir direkt enteignen. Egal wo sie wohnen.
Aber wie sieht es mit einem deutschem Jungunternehmer, in Dubai lebend, Gesamtvermögen 500.000 Euro, aus? Besucht dieser mal für länger als 6 Monate Deutschland, ist er 250.000 los, oder wird bei nicht bezahlen abgeführt wie ein Schwerverbrecher.
Wenn er bereit ist 9000 Euro pro Kind und Jahr in Bildung zu investieren, höherer Krankenkassenbeiträge und sonstige Versicherungen zu zahlen, darf er sich auch von seinem restlichen Geld einen Ferrari und ‘ne tolle Wohnung kaufen. Meine (ganz und gar nicht liberale) Meinung.
vor 1 Jahr
Hab was vergessen
Die relation von Steuern und Nutzen ist wichtig, denke ich.
Bsp Schule:
Früher lernten Bauernsöhne von Privatlehrern lesen und schreiben. Sie wurden Bauern.
Früher lernten Kaufmannssöhne von Privatlehrern lesen, schreiben, rechnen und Buchhaltung. Sie wurden Kaufleute.
Als Steuern eingeführt wurden, konnten Bauernsöhne nicht mehr lesen und schreiben lernen, und der Staat musste neue Schulden aufnehmen, so das Bildung Staatsangelegenheit wurde.
Ich halte die Frage nach dem besseren System für berechtigt, denn das Ergebnis bleibt nahezu gleich. Chancengleichheit im Bildungswesen halte ich leider für ein Märchen.
vor 1 Jahr
Kein Mensch braucht 1 Mio Euro zum Leben. Keiner. Diese Ansicht ist zwar meiner subjektiven Beobachtung geschuldet, aber der Name Luxus ist für mich eindeutig geprägt. Und Luxus ist für Millionäre im besonderen Maße zugänglich. Somit gebe ich Shirbua recht: Millionäre zu Kasse.
Nicht abwegig scheint mir die Vermutung, dass der Jungunternehmer in Dubai in Dubai als Jungunternehmer fungieren kann, weil er vorher öffentliche Mittel in Anspruch genommen hat und erst diese ihm den Weg geebnet haben. Und damit sich auch andere Menschen oder deren Kinder Dubai mal anschauen können oder alte Menschen adäquat eine neue Hüfte beokommen können um sich in Dubai überhaupt bewegen zu können – muss er (völlig zurecht) viel mehr zahlen.
vor 1 Jahr
Wenn der Jungunternehmer 6 Monate in Deutschland lebt, hat er hier einen zweiten Wohnsitz. Daher ist das Beispiel etwas an dem vorbei, was ich eigentlich sagen wollte.
Wenn du hier über gut gepflasterte Straßen fährst, ist das ein Luxus, der durch deine Steuern finanziert wird. Wenn deine Freundin Nachts von ner Party nach Hause laufen kann, ohne geklaut, vergewaltigt oder ausgeraubt zu werden, ist das ein Luxus, der durch deine Steuern finanziert wird. Wenn dein Haus brennt, wird es von einer Berufsfeuerwehr gelöscht, wiederum ein Luxus der durch deine Steuern finanziert wird.
Der Staat finanziert mit deinem Geld deine eigenen Maslowsche Bedürfnispyramide, und das ist Luxus verglichen mit anderen Staaten. Warum meckert dann jeder über Steuern, wo sie doch soviel bewirken (ohne jetzt mal die Effizienz zu bewerten)?
vor 1 Jahr
aber mir ist die geschichte der steuern einfach zu unklar, um dieses system als das einzigst richtige anzupreisen. im augenblick leiht sich die bundesregierung geld bei einem institut, um es dann erst an das selbe institut zu verschenken, und später noch mal verzinst an das institut zu zahlen.
wenn man die steuern nicht erhöt, werden die straßen nicht mehr ausgebessert, die feuerwehr streikt, und der polizist sitzt beim arbeitsamt, anstatt meiner freundin zu helfen.
warum also keine stiftungen für kultur, sicherheit und gesundheit? ich glaube selbst bei millionären an das gute im menschen, und möchte ihnen eine chance geben für das zu zahlen, was ihenen wichtig erscheint.
vor 1 Jahr
Also eine Art Steuersystem auf freiwilliger Basis? Bekommt man dann einen Anhänger “Ehrenamtlicher Steuerzahler”?
Oder nur für Millionäre?
vor 1 Jahr
Achso, deine Idee hat einen Haken: Man kann dann keine Spenden mehr von den Steuern absetzen
vor 1 Jahr
nenn deinen anhänger wie immer du willst, aber wenn du ihn nicht hast, wird dich schon jemand darauf aufmerksam machen.
ich denke aber du weißt worauf ich hinaus will. guck dir die staatsschulden einzelner länder an, und vergleiche dann die steuersätze. die einkommensteuer in deutschland gibt es seit anfang des 20. jh. und verlief bis 1998 äquivalent zur staatsschuld/zinslast.
ein schuldenfreier staat ist nach westlichem bankensystem leider nicht möglich, und die nachteile trägt der steuerzahler. aber du hast recht. lass uns weiter den banken spenden, und polizei und feuerwehr links liegen lassen.